Von der Kunst Altes zu bewahren 

Spuren und Geschichte(n)

Schloss Arendsee diente nach der Enteignung der Familie Schlippenbach zum Kriegsende zunächst als Unterkunft für Obdachlose, in späteren DDR-Zeiten als Schule. Aus dieser Zeit stammt die neben dem Anwesen errichtete riesige Turnhalle. Der ursprüngliche, 30 Meter hohe Turm wurde als Materialspender für diverse Einfamilienhäuser in der Umgebung abgebrochen. Ein Schulbetrieb fand auch nach der Wende noch statt. 2006 wurde das Schloss zum Verkauf angeboten und von dem bayerischen Unternehmer Hans Kleissl in unrestauriertem Zustand erworben.

Der neue Eigentümer, ein international anerkannter Spezialist für die Instandsetzung klassischer Automobile, darunter die legendären Mercedes Benz 300 SL (www.hk-engineering.de), beschäftigt sich ebenfalls erfolgreich mit der Restaurierung alter Gebäude. Zu seinen wichtigsten Schaffenswerken zählt das Klostergut Polling bei Weilheim in Oberbayern (www.klostergut-polling.de). Bereits Ende der 1970er-Jahre, als man unter Renovation historischer Bausubstanz noch das Entkernen und Modernisieren verstand, galt sein Bestreben der behutsamen Erhaltung solcher Kulturgüter.

Die gleiche Philosophie vertrat er auch bei der Sanierung von Schloss Arendsee. Dieses Engagement würdigte die Deutschen Stiftung Denkmalschutz: Im November 2016 bekam Hans Kleissl und alle an der Erneuerung des Schlosses beteiligten Handwerksbetriebe in Potsdam einen Bundespreis für Handwerk in der Denkmalspflege zugesprochen.

 

Bilderschau Restaurierung (seit 2007):